Bürgergespräch: Kultur in der Krise
Die Frankfurter Liberalen haben zum Bürgergespräch über die Kultur in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation eingeladen.
Es bestand Einigkeit darüber, dass der Kulturetat nicht als Sparreserve taugt, weil ein Austrocknen der Geldquellen für Theater und Museen einen erheblichen kulturellen Flurschaden anrichten würde. Das Gespräch konzentrierte sich darauf, wie bisher "bildungsfremde Schichten" auf Dauer gewonnen werden könnten. Dies sei vor allem dann schwierig, wenn ein großer Teil der Bevölkerung aus einem anderen Kulturkreis stammt. Man müsse auch umdenken lernen. Die große Oper oder die hochkarätige Ausstellung von Werken europäischer Künstler behaupteten zwar ihren Platz, das zeige das enorme Interesse für die Arbeit der Frankfurter Museen. Daneben dürfe aber nicht vergessen werden, dass der Nachwuchs nicht mehr allein aus den Reihen des Bildungsbürgertums rekrutiert werden kann.
Herbert Beck, der frühere Städel-Direktor, lobte die Arbeit der Crespo- und der Hertie-Stiftung, die sich seit langem darum bemühen, bei Schulkindern die Freude an der Kunst zu wecken. Und: "Gehen Sie in die Fördervereine der Kunstinstitute - da kann man etwas bewirken".






